Huf Anatomie

Huf Anatomie
Der Huf besteht aus der Hornkapsel (10, Epidermis), den Huflederhäuten, dem Strahl- oder Sehnenpolster (6), dem Hufbein (1, os ungulare), dem distalen Anteil des Kronbeines (2, os coronale), den Hufknorpeln (cartilago ungularis), dem Hufgelenk (3, articulatio interphalangea distalis), dem Strahlbein
(4, os sesamoideum distale), dem Hufrollenschleimbeutel (5, bursa podotrochlearis), diversen Bändern, dem distalen Teil des gemeinsamen Zehenstreckers (musculus  extensor digitorum communis), dem Ansatz der tiefen Beugesehne, sowie NervenBlutgefäßen und unterschiedlichen Hornschichten.Huf Anatomie

Die Hornanteile werden von insgesamt fünf Lederhäuten produziert, diese sind: Saumlederhaut, Kronlederhaut, Wandlederhaut, Sohlenlederhaut, Strahl- und Ballenlederhaut. Huf Anatomie

Am oberen Bereich des Hufes ist die Saumlederhaut als ein heller, schmaler Streifen oberhalb des Kronsegments erkennbar. Sie ist mit kurzen Zotten besetzt und bildet das Saumhorn. Unmittelbar darunter befindet sich die Kronlederhaut.

Sie bildet das Kronhorn, das die Schutzschicht der Hornkapsel darstellt. Diese besteht aus vielen Röhrchen unterschiedlicher Härte, die nach unten geschoben werden. Gemeinsam mit der Saumlederhaut wird die Kronlederhaut auch als Saumband bezeichnet. Die Wandlederhaut besteht aus sensiblen Blättchen, das sich mit den unsensiblen Blättchen, der Verbindungsschicht des Wandbereiches verzahnt, sie produziert eine Art Fließhorn/Verbindungshorn, das in der Wachstumsrichtung (nach unten) abtransportiert wird. Diese Wandlederhaut ist wie eine Art Knochenhaut am Hufbein befestigt. Insgesamt wir diese komplizierte Konstruktion als Aufhängeapparat der des Hufbeines in der Hornkapsel bezeichnet, eben als Hufbeinträger.

Stellen Sie sich vor: Etwa 600 Blättchen sind mit dem bloßen Auge zu erkennen, jedes trägt etwa 100 Sekundärblättchen, die nur mit dem Mikroskop erkennbar sind. Die ganze Masse des Pferdes ist also auf etwa 60.000 Befestigungsstrukturen pro Huf verteilt. Wie wichtig eine korrekte Pflege des Hufes für diese sensiblen Strukturen ist, ist bereits erläutert worden.

Die Sohle (9) des Hufes füllt den Raum zwischen Hornwand (erkennbar in der Draufsicht als Tragrand) und Strahl, idealerweise hat sie eine leicht konkave Wölbung. Den Übergang des Sohlenhorns zum Wandhorn bezeichnet man als ‚weiße Linie’, erkennbar am unpigmentierten Hornblättchen der Verbindungsschicht und dem gelblichen Röhrchenhorn (Terminalhorn).

Der Strahl besteht aus elastischem Horn, das sich von der Ballenregion ausgehend keilförmig zur Zehe ausbildet, seitlich befinden sich Strahlfurchen. Drüsen im darunter liegenden Strahlkissen sorgen dafür, dass das Horn relativ weich ist. Hat der Strahl Bodenkontakt, kann er Stoßkräfte hervorragend absorbieren.

Die Blutversorgung der Lederhäute erfolgt durch die Zehenarterien (lateral und medial, dazwischen liegen die Beugesehnen), die sich auf Höhe des Saumes verästeln und die verschiedenen Regionen des Hufes versorgen.

Das Hufbein (phalanx distalis) ist von der Hornkapsel eingeschlossen. Seine Form entspricht der des Hornschuhs. Dorsal (vorn) setzt am Strecksehnenansatz (processus extensorius) die gemeinsame Strecksehne an, palmar/Plantar (hinten) inseriert die tiefe Beugesehne.

Das schiffchenförmige Strahlbein (os sesamoideum distale) befindet sich palmar zwischen Hufbein und Kronbein und bildet gemeinsam mit dem Hufrollenschleimbeutel (bursa podotrochlearis) eine Gleitfläche für die tiefe Beugesehne. Strahlbein, Hufrollenschleimbeutel und tiefe Beugesehne verstehen sich als Hufrolle.

Das Hufgelenk verbindet Huf-, Kron- und Strahlbein. Hauptbewegungsrichtungen sind Beugung und Streckung. Steht das Pferd, befindet sich das Gelenk in Streckstellung.

Im Huf gibt es vier Hauptbänder und zwei ansetzende Sehnen: jeweils medial und lateral befinden sich das Hufknorpelband, das  Seitenband des Hufgelenks, das Seitenband des Strahlbeins und das unpaarige Strahlbeinband, gemeinsamer Zehenstrecker (8), tiefe Beugesehne (7)

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